Kultusministerkonferenz bearbeitet Deutschland-Konzept für reisende Kinder

Es ist seit 1991 Tradition, dass die Kultusministerien der Länder parallel zu den großen Verbändeversammlungen abwechselnd ihre Länderkonferenz „Kinder beruflich Reisender“ durchführen – im Januar 2017 in Bonn beim Delegiertentag des Deutschen Schaustellerbundes (DSB).
Im Mittelpunkt der Beratungen der Ministerien stand das in den letzten beiden Jahren erarbeitete „Länderübergreifende Konzept für die schulische Bildung reisender Kinder“. Während BERiD sich vor allem für Circuskinder ein bundesweit organisiertes Schulangebot mit mobilen Wagen vorstellt, wollen die Kultusministerien an der bisherigen dezentralen Struktur auf Länderebene festhalten. Circusdirektorin Florina Sperlich stellte als Mitglied des neugeründeten „Verbandes der Circusunternehmen in Deutschland“ in der Gemeinsamen Konferenz für die Circusfamilien in Deutschland enttäuscht fest, dass die sehr guten Erfahrungen der beiden mobilen Schulen für Kinder beruflich Reisender in NRW und Hessen von den anderen Ländern nach 23 Jahren noch immer nicht aufgegriffen und in ähnliche Projekte umgesetzt werden.
In dem umfangreichen KMK-Papier gibt es dennoch zahlreiche gute Ansätze, zu deren Weiterentwicklung BERiD weitere Anregungen geben wird. Aspekte der Datenerhebung spielen dabei ebenso eine Rolle wie Fragen der Schulpflicht und der Schüleraufnahme.
Zum Thema „Bundesmeldegesetz“ tagten die BERiD-Arbeitskreise und die Länderkonferenz gemeinsam, hatte sich doch die Referatsleiterin für das Meldewesen des Bundesinnenministeriums angesagt. In einem sehr konstruktiven Gespräch wurden zahlreiche Aspekte erarbeitet, die dabei helfen können, eine Lösung zu finden.

Text- u. Bild-Quelle: Deutscher Schaustellerbund/Jansen
Bild von li: Martin L. Treichel (BERiD-Präsident), Rainer Michaelis (Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW)