Anerkennung der europäischen Volksfestkultur schreitet voran

Erfolgreiche Podiumsdiskussion der ESU in Essen
Politiker betonen Bedeutung der europäischen Volksfestkultur

Die Anerkennung der europäischen Volksfestkultur als immaterielles Kulturerbe im Sinne der UNESCO-Konvention ist auf einem guten Weg. Dies ist das zentrale Ergebnis einer internationalen Podiumsdiskussion, zu der die Europäische Schausteller-Union am 30. Januar 2019 nach Essen eingeladen hatte. Fachreferenten aus Frankreich, Belgien, Luxemburg, Niederlande und Deutschland diskutierten gemeinsam mit Schaustellerinnen und Schaustellern aus zehn europäischen Nationen über Hintergründe zur Antragstellung und den UNESCO-Bewerbungsprozess. Vertreter aus den ESU-Mitglieds-
verbänden informierten ergänzend über ihre Erfahrungen bei der Aufnahme der Volksfeste in die jeweiligen nationalen Listen des immateriellen Kulturerbes.
Zum Abschluss der konstruktiven Sitzung erhielt die Europäische Schausteller-Union den Auftrag zur Koordinierung eines Antrags zur Anerkennung der europäischen Volksfestkultur bei der UNESCO. Hierzu wird eine Arbeitsgruppe mit Experten unter Leitung der ESU gebildet.
Das internationale ESU-Branchentreffen fand im Rahmen des 70. Delegiertentages des Deutschen Schaustellerbundes und der Fachmesse interschau in Essen statt.

Starke Demonstration der europäischen Schausteller-Einigkeit
Im Anschluss an die Diskussionsrunde nahmen die Teilnehmer an der Großkundgebung des Deutschen Schaustellerbundes in der Essener Gruga Halle teil. Gemeinsam mit ihren deutschen Kolleginnen und Kollegen demonstrierten die Vertreter aus den ESU2 Nationalverbänden eindrucksvoll die europäische Schausteller-Solidarität. Der traditionelle Fahneneinmarsch mit über 100 Schaustellerfahnen bildete den Höhepunkt der Veranstaltung.
In ihren Reden gratulierten Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, die Vizepräsidentin des Landtags von NRW Carina Gödecke, NRW-Landesarbeitsminister Karl-Josef Laumann, die SPD-Vorsitzende und Vorsitzende der SPD-Bundestags-
fraktion Andrea Nahles sowie Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen der Europäischen Schausteller-Union zum 65. Jubiläum und betonten die Bedeutung der europäischen Volksfestkultur für ein freies, friedliches und geeintes Europa. Präsident Albert Ritter mahnte an, dass die Jahrhunderte alte Kultur der europäischen Volksfeste nur dann Bestand haben werde, wenn auch die Rahmenbedingungen für die Schausteller stimmen würden.
Vor allem der Mangel an Arbeitskräften sei aktuell ein Existenz bedrohendes Problem für die Unternehmen in Europa.

Autor/Ansprechpartner/Bildquelle:
Christoph Jansen
Europäische Schausteller-Union
c/o Deutscher Schaustellerbund e.V.
Am Weidendamm 1a, D-10117 Berlin

Bildquelle: Europäische Schausteller-Union, Berlin
Bild oben: Kundgebung mit den Vertretern der ESU-Mitgliedsverbände
Bild unten: Die Teilnehmer der ESU-Podiusmdiskussion