DigLu – endlich am Start

Der Leiter der DigLu-Projektgruppe, Friedhelm Jennessen aus dem Referat 524 des Ministeriums für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen, hat mitgeteilt, dass das Lernmanagementsystem für die Kinder beruflich Reisender an den Start gegangen ist. Es ist jetzt auch Bestandteil des DigitalPakts für Schulen der KMK.

„Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass das Lernmanagementsystem DigLu für Kinder beruflich Reisender an den Start gegangen ist. Sie haben vielleicht erfahren, dass wir uns mit unserem Projekt erfolgreich um die Teilnahme am DigitalPakt für Schulen der KMK beworben haben. Damit ist DigLu das einzige länderübergreifende Projekt, das bisher starten konnte.
Bei der Antragsstellung zum Digitalpakt hatten sich zunächst nur die sieben Länder Bayern, Thüringen, Sachsen, Hessen,
Baden-Württemberg, Niedersachsen und NRW, die sogenannten Pilotländer, beteiligt. Inzwischen haben auch alle übrigen Länder ihren sukzessiven Beitritt zum Projekt DigLu bis 2022 erklärt. Aktuell sind die Länder Hessen, Baden-Württemberg und Bayern am Start.
Hierzu werden in einem ersten Schritt die Daten der Schülerinnen und Schüler bei den Stammschulen erfasst. Dazu müssen sich die Stammschulen im System registrieren.
Dieser Prozess ist auch in NRW mittlerweile abgeschlossen.
In den o.g. sieben Pilotländern werden zu Beginn insgesamt rd. 200-250 Kinder teilnehmen. Die Eltern haben hierzu vorab Ihr Einverständnis erteilt. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns dabei unterstützen, bei Ihren Mitgliedern für das Projekt DigLu zu werben. Weitere Kinder aus den sieben Pilotländern
können jederzeit bei DigLu einsteigen, wenn sie sich bei der zuständigen Bereichslehrkraft melden.
In einem weiteren Schritt werden wir auch die Stützpunktschulen bitten, sich zu registrieren.
Aktuell erhalten die Kinder mit der Teilnahme eine „DigLu-Karte“ im Scheckkartenformat.
Mit dieser Karte melden sich die Kinder bei ihrer jeweiligen Stützpunktschule im Sekretariat an.
Die Stammschule hat vorab schon die Daten eingepflegt. Zusammen mit der ID-Nr. auf der DigLu-Karte kann dann die Stützpunktschule das Kind für die Dauer des Aufenthalts im System erfassen und die betreuende Lehrkraft kann zeitlich begrenzt Einträge im digitalen Schultagebuch vornehmen. Diese Einträge können Eltern bzw. Schülerinnen und Schüler ebenfalls einsehen, nachdem sie sich im System registriert haben.
Die zuständigen Bereichslehrkräfte werden die Schulen bei diesem Prozess unterstützen.
Wir wissen aber auch um die Belastung der Schulen in allen Ländern, die aktuell ihren Organisations- und Unterrichtsfocus auf die unmittelbaren Folgen der Corona Pandemie richten müssen.
Da aber gleichzeitig auch die Reisetätigkeit der Kinder und Eltern coronabedingt stark eingeschränkt ist, wird dieser Prozess erst mit der Wiederaufnahme des regulären Schulbetriebs beginnen.“

Mit dem hoffentlich bald startenden erneuten Beginn des regulären Schulbetriebs in den Bundesländern wird es jetzt darauf ankommen dem Projekt einen guten Start zu verschaffen.
Die Bereichslehrkräfte aus den Pilotländern werden jetzt besonders gefordert sein, die Familien und Schulen in die Nutzung des Lernmanagementsystems zu begleiten. Es wird auch notwendig sein, möglicherweise Familien, die sich vor der Pandemie angemeldet haben und sich jetzt zurückgezogen haben, erneut zu motivieren oder weitere Familien für das Projekt zu begeistern.
Wir hoffen auf einen baldigen Start des regulären Schulbetriebs und auf Volksfeste, auf denen wir den Abschied von den Einschränkungen genießen können.
 
Alle weiteren Infos zu DigLu finden Sie unter: www.diglu.de
und die Projektbeschreibung ebenfalls unter www.berid.de
Textquelle: BERiD e.V.